Was kostet ein Azubi? Vergütung, Kosten und Nutzen
Die größte Einzelposition ist die Ausbildungsvergütung. Dazu kommen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die Zeit des Ausbilders, Material und Lehrgänge. Ein großer Teil kommt über die Arbeit des Azubis wieder herein.
Mindestens 724 € im Monat im ersten Jahr (Beginn 2026). Im Schnitt kostet ein Azubi rund 26.200 € im Jahr, rund 70 Prozent davon erwirtschaftet er selbst.
Mindestausbildungsvergütung 2026
Für Ausbildungen, die 2026 beginnen, gilt mindestens diese Vergütung pro Monat. Gilt für Ihren Betrieb ein Tarifvertrag, ist die tarifliche Vergütung maßgeblich.
| Ausbildungsjahr | Mindestvergütung pro Monat |
|---|---|
| 1. Jahr | 724 € |
| 2. Jahr | 854 € |
| 3. Jahr | 977 € |
| 4. Jahr | 1.014 € |
Kosten und Nutzen pro Jahr
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat für das Ausbildungsjahr 2022/2023 erhoben, was ein Azubi die Betriebe im Durchschnitt kostet:
- Bruttokosten: rund 26.200 € pro Azubi und Jahr (Vergütung, Ausbilderzeit, Material, Verwaltung)
- Erträge durch die Arbeit des Azubis: rund 18.100 €, also etwa 70 Prozent der Bruttokosten
Unterm Strich bleibt im Durchschnitt also ein Betrag von grob 8.000 € pro Jahr. Er hängt stark vom Beruf, vom Ausbildungsjahr und davon ab, wie früh der Azubi produktiv mitarbeitet.
Warum es sich trotzdem lohnt
- Eingesparte Suche: Eine Fachkraft von außen zu finden und einzuarbeiten, kostet oft mehr als die Netto-Ausbildungskosten.
- Passgenau: Ihr Azubi lernt genau die Abläufe Ihres Betriebs.
- Bindung: Wer im Betrieb ausgebildet wurde, bleibt häufiger.
Kosten senken
- Den Azubi früh in echte Aufgaben einbinden, mit Anleitung.
- Bei der Agentur für Arbeit nach Förderungen fragen, z. B. für Azubis mit Unterstützungsbedarf.
- Gut planen: Ein klarer Ausbildungsplan spart Ausbilderzeit.
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