Ausbildungsbetrieb werden: Voraussetzungen, 7 Schritte und kostenloses Starter‑Kit
Ausbilden darf jeder Betrieb, der dafür geeignet ist und eine geeignete Person als Ausbilder hat. Ob das zutrifft, prüft Ihre Kammer: die IHK oder, im Handwerk, die Handwerkskammer. Hier finden Sie den ganzen Weg auf einer Seite.
Starter-Kit kostenlos laden Checkliste (2 Seiten)
Sie brauchen einen geeigneten Betrieb, genug Fachkräfte und einen Ausbilder mit Ausbilderschein. Den Rest klären Sie mit dem kostenlosen Ausbildungsberater Ihrer Kammer. Unsere Checkliste führt Sie durch alle 7 Schritte.
Die Voraussetzungen
- Geeignete Ausbildungsstätte: Ihr Betrieb muss die Inhalte des Ausbildungsberufs vermitteln können, nach Art und Einrichtung. Was fehlt, lässt sich oft über eine Verbundausbildung oder überbetriebliche Lehrgänge ergänzen.
- Angemessene Zahl an Fachkräften: Als Faustregel der Kammern gilt: 1 bis 2 Fachkräfte erlauben 1 Azubi, 3 bis 5 Fachkräfte 2 Azubis, 6 bis 8 Fachkräfte 3 Azubis. Die Kammer entscheidet im Einzelfall.
- Ein geeigneter Ausbilder: persönlich und fachlich geeignet. Fachlich heißt: im Beruf qualifiziert und berufs- und arbeitspädagogisch geeignet, nachgewiesen meist durch die Ausbilder-Eignungsprüfung (AEVO). Eine Meisterprüfung schließt diesen Teil in der Regel ein.
In 7 Schritten zum Ausbildungsbetrieb
- Beruf auswählen: Welcher Ausbildungsberuf passt zu Ihren Aufgaben? Ausbildungsordnung und Ausbildungsrahmenplan gibt es kostenlos beim BIBB oder bei der Kammer.
- Ausbilder klären: Wer bildet aus? Hat die Person den Ausbilderschein? Wenn nicht: AEVO-Prüfung einplanen, früh anmelden. › Vorbereitung auf den Ausbilderschein
- Ausbildungsberater anrufen: Jede Kammer hat kostenlose Ausbildungsberater. Sie beantworten Fragen und kommen oft auch in den Betrieb. › Zuständige Kammer finden
- Anerkennung beantragen: Eignung als Ausbildungsstätte und Ausbilder bei der Kammer feststellen lassen.
- Azubi finden: Stellenanzeige, Agentur für Arbeit, Schulen, Praktika und Probetage. Ab Herbst suchen viele Schüler für das Folgejahr. › 10 Wege, einen Azubi zu finden
- Vertrag schließen und eintragen lassen: Ausbildungsvertrag nach dem Muster Ihrer Kammer vor Beginn der Ausbildung in Textform festhalten, dann die Eintragung bei der Kammer beantragen. › Pflichtangaben im Ausbildungsvertrag
- Starten: Azubi bei der Berufsschule anmelden, betrieblichen Ausbildungsplan erstellen, Einarbeitung und Probezeit planen. Bei Azubis unter 18 vorher die Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. › Betrieblicher Ausbildungsplan · Probezeit
Wie lange dauert das?
Wenn der Ausbilderschein schon da ist, oft nur wenige Wochen. Muss der Ausbilder die AEVO-Prüfung erst ablegen, planen Sie zwei bis drei Monate mehr ein. Beliebte Prüfungstermine sind früh ausgebucht. Was ein Azubi kostet und was er erwirtschaftet, lesen Sie im Ratgeber Was kostet ein Azubi?
Checkliste: Ausbildungsbetrieb werden
Alle 7 Schritte zum Abhaken auf zwei Seiten, zum Ausdrucken. Ohne Anmeldung.
Checkliste als PDF ladenStarter-Kit kostenlos: alles für die ersten 100 Tage
Fahrplan, Checklisten und Vorlagen vom AEVO-Prüfer, damit Sie wissen, was wann zu tun ist. Für IHK- und Handwerksberufe. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Einzeln herunterladen
PDFFahrplan: In 100 Tagen zum AusbildungsbetriebPDF, 7 KapitelWORD01 Checkliste „Bin ich startklar?“WordWORD02 Gespräch mit dem AusbildungsberaterWordWORD03 StellenanzeigeWordWORD04 Leitfaden VorstellungsgesprächWordWORD05 Ablauf ProbetagWordWORD06 Checkliste Vertrag und EintragungWordWORD07 Betrieblicher AusbildungsplanWordWORD08 Die ersten 100 TageWordAEVO komplett für Ihren Ausbilder
Ohne geeigneten Ausbilder keine Anerkennung. Der Selbstlernkurs AEVO komplett bereitet auf Theorie und Praxis der AEVO-Prüfung vor, ohne feste Kurstermine, erstellt von einem AEVO-Prüfer, mit Übungsfragen, Probeklausur, Musterkonzepten und KI-Prüfer für das Fachgespräch.
79 € einmalig, Rechnung auf Ihren Betrieb.
Häufige Fragen
Welche Voraussetzungen muss ein Ausbildungsbetrieb erfüllen?
Der Betrieb muss die Inhalte des Ausbildungsberufs vermitteln können, genug Fachkräfte im Verhältnis zur Zahl der Azubis haben und eine Person beschäftigen, die persönlich und fachlich als Ausbilder geeignet ist. Ob das zutrifft, prüft die zuständige Kammer.
Brauche ich als Ausbilder einen Ausbilderschein?
Der Ausbilder muss berufs- und arbeitspädagogisch geeignet sein. Ohne Meisterprüfung wird das meist mit der Ausbilder-Eignungsprüfung (AEVO) nachgewiesen, dem sogenannten Ausbilderschein. Mit einem Selbstlernkurs bereitet sich Ihr Ausbilder in eigenem Tempo vor, ohne feste Kurstermine.
Wie lange dauert es, Ausbildungsbetrieb zu werden?
Wenn der Ausbilderschein schon vorhanden ist, oft nur wenige Wochen. Muss der Ausbilder die AEVO-Prüfung erst ablegen, sollten Sie zwei bis drei Monate mehr einplanen.
Was kostet es, Ausbildungsbetrieb zu werden?
Die Beratung und Anerkennung durch die Kammer ist in der Regel kostenlos oder mit geringen Gebühren verbunden. Hinzu kommen gegebenenfalls die Gebühr für die AEVO-Prüfung und die Kosten für den Azubi selbst, vor allem die Ausbildungsvergütung.
Wer ist zuständig: IHK oder Handwerkskammer?
Das hängt vom Ausbildungsberuf ab. Für Handwerksberufe ist die Handwerkskammer zuständig, für Berufe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen die IHK am Standort Ihres Betriebs.
Ersetzt das Starter-Kit die Beratung der Kammer?
Nein. Die Ausbildungsberater der Kammern beraten kostenlos, und das sollten Sie nutzen. Das Kit ergänzt die Beratung: Sie gehen vorbereitet ins Gespräch und haben fertige Vorlagen für alles, was danach zu tun ist.
Was kostet das Starter-Kit?
Nichts. Fahrplan und alle Vorlagen laden Sie hier ohne Anmeldung herunter und dürfen sie im Betrieb frei nutzen. Kostenpflichtig ist nur die Vorbereitung auf den Ausbilderschein mit AEVO komplett (79 €); die Rechnung stellen wir auf Ihren Betrieb aus.